Es ist immer wieder erschreckend wie schnell wichtige Themen an Interesse verlieren.
Vor zwei Wochen wurde noch jeden Tag über Fukushima und dem aktuellen Geschehen dort berichtet. Über Ostern wendete sich das Blatt schnell und das Thema Hochzeit im Königshaus bekommt die größte Aufmerksamkeit der Medien. Es wird nur noch sehr wenig bzw. sehr kurz über die Katastrophe in Japan berichtet. Es reicht den Menschen wohl aus, dass die japanische Regierung gesagt hat, dass das Leck in den Reaktoren gestopft ist und die Kühlung wieder an ist. Scheinbar ist damit alles vergessen, aber ist dadurch die radioaktive Verseuchung abgestellt? Was ist mit dem Wasser und der Umgebung, die schon deutlich verseucht wurden?
Ein extremes Beispiel, wie man Prioritäten setzt konnte man an den Pro7-Nachrichten am Wochenende erkennen. Obwohl es noch schlimmere Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen gibt, hat Pro7 sich selbst untertroffen. Während der Nachrichten wurde der Krieg in Libyen etwa eine Minute ausgestrahlt und aktuelle Informationen ausgegeben, direkt danach kam ein Bericht über die Hochzeitsvorbereitungen von Kate und William. Der Bericht dauerte in etwa genauso lange. Erschreckend war aber, dass es danach noch ein zwei-minütigen Bericht über das Brautkleid gab.
Insgesamt kann man feststellen, dass die Hochzeit offensichtlich drei mal so wichtig ist wie der Krieg in Libyen. Ist die Hochzeit wirklich soooooooo wichtig?